Vielleicht doch FDP wählen?

Für das Treffen einer Wahlentscheidung gibt mehrere Motive. Die übliche ist eine Entscheidung auf Basis der eigenen Meinung, aufgrund bestimmter Vorlieben, weil in der eigenen Familie eine bestimmte Partei schon immer gewählt wurde oder weil man den Kanzlerkandidaten einer Partei über alles liebt oder was auch immer. Solche Wahlentscheidungen sind aus demokratischer Hinsicht vielleicht die bestmöglichen. Daneben kann man eine Wahlentscheidung auch aus – oberflächlich betrachtet – völlig abstrusen Gründen treffen:

Die gehässige Wahlentscheidung
Die Wahl einer Partei von der man glaubt, dass sie völlig überfordert sein wird und es niemals vier Jahre durchhält. Aus niederen Motiven will man zusehen, wie diese Partei in der Wählergunst immer weiter sinkt und sich schlussendlich selbst zerfleischt. Wer sich für keine Partei entscheiden kann und die FDP nicht mag, könnte daran Spaß haben, diese Partei weitere vier Jahre leiden zu sehen.

Die strategische Wahlentscheidung
Gerade die FDP als das „Zünglein an der Waage“ wird gerne für strategisches Wahlverhalten missbraucht. Bis auf 2-3% eingefleischter Fans mag sie eigentlich niemand leiden. Dennoch wird sie immer wieder gerne von CDU-Wählern gewählt, um sie über die 5%-Hürde zu hieven, damit die 2-3% somit der CDU in einer Koalition zugute kommen. Die FDP warb sogar vor nicht allzu langer Zeit mit dem Slogan „FDP wählendamit Kohl Kanzler bleibt“.

Die perverse Wahlentscheidung
Folgendes Beispiel: Es ist eine Woche vor der Wahl, die Umfragen sagen voraus, dass die Wunsch-Koalition wohl nicht zustande kommen wird und eine große Koalition unvermeidbar zu sein scheint. Der perverse Wähler tut nun folgendes: Er entscheidet sich – entgegen seiner politischen Meinung – für die Wahl der FDP, um die gegnerische Koalition zu stärken. Mit diesem eigentümlichen Verhalten will er verhindern, dass seine Partei – in diesem Fall die SPD – in einer großen Koalition weiter an Profil verliert. Man spricht auch von einer Art Schutzinstinkt.

Zusammenfassung
Ob strategisch, gehässig oder pervers: FDP-Wähler sind schon etwas merkwürdig.

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Über deppentoeter

Politisch, kritisch, satirisch, einfach nett ;-) Meist bin ich bei Twitter und zwar hier: https://twitter.com/deppentoeter
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